Praxiserfahrung aus ganz Deutschland

Montag, 09. September 2019, 11:12 Uhr

Alexandra im ersten Kundenprojekt in Freiburg

Ich tippe unruhig unter dem Schreibtisch mit den Fingern auf meinem Knie herum, während ich meinem Praktikumsbegleiter dabei zuschaue, wie er auf meinem Notebook versucht, ein Problem zu beheben, das mich an der Arbeit hindert. Ich schaue mich in dem hellen, modern eingerichteten Großraumbüro um und fühle mich ein wenig verloren. Wie gerne würde ich etwas Sinnvolles tun.

Ich befinde mich in Freiburg. Dies ist der Sitz eines Kunden der profi.com AG, wo ich mein Traineepraktikum absolvieren soll. Und ausgerechnet am ersten Tag tauchen plötzlich Hindernisse auf, die bei vorherigen Versuchen in Dresden nicht aufgefallen sind. Mein Zugriff auf die Applikation, für die ich in den kommenden vier Wochen allerlei Testfälle mit UFT automatisieren soll, ist eingeschränkt. Man versichert mir, dass das Problem nicht an meinem Notebook liege, sondern an den strengen Sicherheitsmaßnahmen, die das Unternehmen unterhält. Also nichts, was ich hätte vorhersehen können, aber dennoch etwas, das ich hätte testen können, wenn ich gewusst hätte, worauf zu achten ist. "Es sind Erfahrungswerte", wie mein Praktikumsbegleiter gerne mit einem scheinbar unverwüstlichen Lächeln sagt. Ich atme tief durch. Die Angestellten hier haben mich alle mit großer Herzlichkeit empfangen und mein Praktikumsbegleiter ist, wie ich feststelle, ein äußerst kompetenter, offener und vor allem geduldiger Mensch. Dennoch fühle ich mich gerade so, als säße ich auf glühenden Kohlen. Ich platze beinahe, da ich so gerne mit dem Automatisieren loslegen und beweisen will, dass meine Zeit hier ein wertvoller Zugewinn für diesen Kunden darstellt und ich keine Praktikantin bin, der man noch das Händchen halten muss.

Dreieinhalb Wochen später stehe ich vor dem Kunden und präsentiere meine Ergebnisse. Die Präsentation habe ich erst wenige Stunden zuvor erstellt und diese aus einer ungewohnten Anwandlung heraus stark visuell ausgerichtet, anstatt wie sonst mit viel zu viel Text anzureichern. Ich habe überhaupt das Gefühl, ein anderer Mensch zu sein. Die vergangenen Wochen waren eine erfrischende Erfahrung. Nicht selten wollten meine Automatisierungsskripte nicht auf Anhieb so funktionieren, wie ich mir das vorstellte. Gelegentlich gab es Änderungen an der Applikation, was dazu führte, dass ein Großteil der modular aufgebauten, fertigen Testskripte nochmals überarbeitet werden musste. Oft mussten die Testkomponenten im Nachhinein angepasst und erweitert werden, wenn in neuen Testfällen abweichende Funktionalitäten gefordert waren. So schrieb, dokumentierte und optimierte ich kontinuierlich. Ich bin heute sehr stolz darauf, dass ich die meisten Hürden alleine schaffte, aber ich bin auch sehr dankbar für den Rückhalt, den ich durch meine Kollegen und durch meinen Praktikumsbegleiter erfahren habe, wenn ich doch einmal nicht so recht weiterkam.

Beim Verlassen des Abschlussmeetings lächle ich befreit und meine Gedanken schweifen zu Volker und Radzhiv. Zu unseren Praktika wurden wir an unterschiedliche Orte geschickt. Radzhiv blieb weiterhin in Dresden und Volker kam nach Hannover. Ich frage mich, ob die beiden ähnliche Erfahrungen gemacht haben und sehe meiner Rückkehr nach Dresden zuversichtlich entgegen, wenn auch etwas Wehmut wegen der Abreise aus Freiburg mitschwingt.

Volker ist bei einem Kunden in Hannover unterwegs

Das Traineeprojekt ist abgegeben und schon geht es ab ins Auto. Das Ziel ist Hannover und geplant sind drei Wochen Lasttests und was sonst noch für Aufgaben für mich anfallen. Als Tools erwarten mich JMeter und UFT. Während ich bei UFT keine Probleme sehe, bin ich etwas verunsichert was JMeter angeht. Da ich bis zum vorangegangenen Freitag noch am Traineeprojekt gearbeitet habe, konnte ich mich nicht vorbereiten. Meine Sorge darüber stellte sich schließlich als unbegründet heraus. Ich erhielt genug Zeit, mich einzuarbeiten und konnte schnell mit JMeter durchstarten. Das Team hat mich auch zu jeder Zeit unterstützt!

Für den Ausgleich zur Arbeit, hat in den heißen Tagen ein nicht allzu weit entfernter See beigetragen, zu dem ich nach der Arbeit fahren konnte. Es war alles in allem eine tolle Zeit und ich konnte richtig viel mitnehmen. Ich komme jederzeit gerne wieder nach Hannover.

Radzhiv im Remote-Projekt in Dresden

Während meine Traineekollegen für das Praktikum das Büro verlassen haben und direkt zum Kunden gefahren sind, bin ich in Dresden geblieben und habe dort mein Praktikum im Rahmen eines Remote-Projekts durchgeführt. Es ging um eine End-To-End-OS-Provisionierung für virtuelle und physische Maschinen beim Kunden. Im Zuge des Projektes sollte ich ein Proof-of-Concept für die Automatisierung eines Cisco Unified Computing System (UCS) erstellen und dieses zum Schluss dem Kunden präsentieren. Dadurch, dass das Thema für mich neu war, bekam ich zunächst ein paar Tage Zeit, um mich einzuarbeiten, sowie die nötige Software zu installieren und vorzubereiten.

Am 11. Juli ging es los. Erst beschäftigte ich mich mit Cisco UCS, welches eine Datacenter Server Computer Produktlinie darstellt. Cisco UCS besteht aus den Tools UCS Director und UCS Central. Für UCS Director, einen Infrastruktur-Orchestrator, sollte ich Flows mit dem Operations-Orchestration-Tool (OO) von Micro Focus basteln und damit mein Proof-of-Concept erstellen. Hierbei war es wichtig das Prinzip von API-Requests zu verstehen, da alle Aufgaben in UCS Director durch diese Requests erfolgen. Dank der großen Unterstützung durch meine Kollegen habe ich schnell in das Thema hineingefunden und mich voll in die Arbeit stürzen können. Die zwei Wochen des Praktikums gingen sehr schnell vorbei. Ich habe meine Aufgabe erfolgreich abgeschlossen und zum Schluss bei einer Videokonferenz mit dem Kunden präsentiert. Innerhalb dieser drei Wochen habe ich viel Neues gelernt und auch mein bereits vorhandenes Wissen verbessert. So habe ich viele Erfahrungen mit OO und UCS Director gesammelt, mein Wissen im Bereich API-Requests verbessert und mich außerdem näher mit der SCRUM-Projektmethode auseinandergesetzt, nach welcher das Projekt organisiert war.

Alexandra resumiert

Ich lege die Berichte beiseite, die meine beiden Traineekollegen mir für unseren gemeinsamen Blogbeitrag zugeschickt haben. Die Praktikumsphase ist vorbei und wir alle sind zurück in der schönen Dresdner proficom-Villa. Noch immer sitzen Volker und ich im Traineetürmchen. Wir können uns scheinbar beide noch nicht so recht davon trennen, aber bald beginnt das neue Traineeprogramm und andere angehende IT-Consultants werden hier sitzen und lernen. Volker hat einen Platz in einem großen Projekt bekommen und arbeitet hauptsächlich remote. Ich bin bislang leider leer ausgegangen und kümmere mich stattdessen um interne Aufgaben, bis ein geeignetes Projekt gefunden ist. Das kann jederzeit passieren. Ich bin jedenfalls bereit!


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